Eine Zombie-Epidemie bricht aus und überrollt innerhalb weniger Stunden ganz England. Nur einige wenige Menschen können vorerst unbekümmert weiterleben: die Bewohner der aktuellen BIG BROTHER Staffel, die abgeschottet von der Öffentlichkeit nichts vom ausserhalb des Hauses herrschenden Chaos mitbekommen.
Die Inhaltsangabe hat gereicht um das Interesse zu wecken, trotzdem war meine Skepsis gegenüber einer fürs Fernsehen produzierten Zombie-Serie nicht klein. Musste nicht sein. Dead Set erstreckt sich über fünf Folgen und eine Lauflänge von ca. 140 Minuten und liefert alles, was man von einem Zombiefilm erwarten darf und mehr. Spannung, Schocks, nervenzerrende Action und einen satirischen, oft komischen Blick vor und hinter die Kulissen des Reality-TV. Und was wir jetzt schon längers wissen, bestätigt sich hier ein weiteres Mal: rennende Zombies liefern einfach den grösseren Thrill als die wackelnden Schlafmützen des Genres. Der Gore-Gehalt ist für eine TV-Serie unglaublich hoch und übertrifft George Romeros letztes Outing Diary of the dead um ein Vielfaches. Dead Set atmet eine beinahe (alb)träumerische Atmosphäre der Unwirklichkeit und bietet doch Bilder einer Apokalypse, wie sie in Wirklichkeit aussehen könnte. In grellem Gegensatz stehen dabei zum Anfang die Bilder aus der Scheinwelt von Big Brother.
Die Darsteller waren mir bis auf Davina (Ex-Mod bei MTV UK) und Andy Nyman aus Severance allesamt nicht bekannt und machen einen hervorragenden Job. Besonders Nyman liefert als vulgär-obszöner Produzent mit Schandmaul eine One-Man-Show, die für etliche Lacher gut ist.
Was man kaum erwarten durfte ist eingetroffen; gespickt mit netten Hommagen an die Vorväter, stellt eine TV-Serie über die lebenden Toten sämtliche Zombiefilme der letzten Jahre in den Schatten. Fans des Genres sollten unbedingt einen Blick riskieren und sich dieses Highlight nicht entgehen lassen.
Die DVD aus England bietet engl. Ton in DD5.1 und DD2.0 Stereo. Englische UT sind ebenfalls vorhanden.
Sam Raimi, Horror-Ikone und Schöpfer der berühmt-berüchtigten Tanz der Teufel Reihe (Spiderman hat er auch gemacht), kommt im Juni endlich mit einem neuen Gruselstück in die Kinos; jedenfalls in den USA.
Hierzulande tun sich die Kinobetreiber ja immer etwas schwerer, wenn es um Gänsehaut geht.Ein Grund dafür mag sein, dass Politiker, die es sonst nie in die Medien schaffen, darin jeweils eine willkommene Gelegenheit finden, sich zu profilieren, den Untergang des Abendlandes prophezeien sollte sich tatsächlich jemanden diesen "Ramsch" ansehen und damit natürlich potentielle Verleiher schon von vornherein abschrecken. In Wahrheit aber nur die Schweizer Filmindustrie um bitter benötigte Einnahmen bringt und der Wirtschaft noch einen zusätzlichen Tritt in den Allerwertesten beschert; na ja, etwas weit hergeholt aber auch nicht grundlegend falsch...
Also liebe Filmverleiher und Kinobetreiber, fasst euch ein Herz und bringt den Streifen in eure Lichtspielhäuser. Natürlich finden die Roberts und die Diaz, der Clooney und der Pitt mehr Zuschauer aber genauso sicher finden sich ein paar Leutz, welche Spass daran haben, sich mit der Freundin / dem Freund ein Schreckmümpfeli zu teilen.
Night of the Creeps; von Horrorfans rund um die Welt in Ehren gehalten, hat der Film leider bis heute nicht den Weg auf die Silberscheibe gefunden. Der Film dreht sich um eine Invasion aus dem All, in welcher schneckenähnliche Parasiten über einen Uni-Campus herfallen, ins Chaos stürzen und die Schüler in blutdurstige Zombies verwandeln.
Night of the Creeps ist ein typisches Produkt der 80er Jahre und ein gelungener Mix aus Horror, Sci-Fi und Teenie-Komödie, wartet mit einigen Anspielungen auf andere Genregrössen auf und nimmt sich selbst nicht allzu ernst. Wenn man sieht welch Schrott in den Videotheken Staub fängt, ist es nur noch bitter, dass Perlen wie vorliegende, Kennern und Nichtkennern vorenthalten werden. Na ja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Im Grossen und Ganzen flott und ohne Längen inszenierter Horrorfilm mit Vinnie Jones als Hammer schwingender und U-Bahn fahrender Bösewicht. Viel mehr als ne unheilschwangere Präsenz zu erzeugen und äusserst grimmig dreinzublicken bekommt er sonst nicht zu tun; muss man nicht unglücklich darüber sein, macht er ja auch gut…
Zur finalen Auflösung der Geschichte wird’s etwas wirr. Zwar kommt der Film zum gleichen Schluss wie Clive Barkers Kurzgeschichte, die als Vorlage für den Film diente, liefert ihr gegenüber aber weniger Antworten. Genrefans werden sich auch an den schlechten CGI-Effekten stören aber einen Blick riskieren ist sicher nicht verkehrt.