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Mittwoch, 1. April 2009

Bad Girls in Film - Barb Wire (USA / 1996)

BAD GIRLS IN FILM
...eine fortlaufende Serie, in der wir einen Blick auf Filme werfen, in welchen die Mädels das Label des "starken Geschlechts" unmissverständlich und wenn nötig mit Durchschlags- und Feuerkraft für sich beanspruchen.

Heute im Spätprogramm:


Was kann man schon über einen Film sagen, in dem während des Vorspanns die berühmteste Badenixe der Welt, während Minuten im hautengen Lederkostüm und mit herausfallenden Brüsten im Scheinwerferlicht die Hüften schwingt und dabei dauernd mit Wasser besprenkelt wird.

Ein Traum wird wahr... Ein Superfilm… Klassiker… usw…

Nun, Barb Wire wird natürlich nie in die Annalen der Filmgeschichte als Meisterwerk Einzug halten aber macht auf seine Art trotzdem Spass. Wenn es den tatsächlich so etwas wie den typischen Männerfilm geben sollte, muss man ihn wohl mit einbeziehen.
Auch wenn der Film durchwegs bei Casablanca (von allen Filmen) klaut, eine Story ist kaum existent, beinhaltet aber irgendwas mit Kontaktlinsen auf die ein paar Jungs in Naziklamotten scharf sind. Grund genug für Barb Wire, sich die schärfsten und knappsten Kostüme anzulegen, ein paar schwere Waffen zu greifen und gegen die bösen Jungs vorzugehen. Dass sie dabei umwerfend aussieht ist eigentlich überflüssig zu erwähnen.



Man kann heute über Pamela Anderson den Kopf schütteln wie man will, es wird schnell vergessen, dass sie während der 90er Jahre und zur Entstehungszeit dieses Films eine stilbildende Ikone der Unterhaltungsindustrie war. Über ihre schauspielerische Leistung kann man geteilter Meinung sein aber eine Meryl Streep möchte ich in dieser Rolle jedenfalls nicht sehen. Die Rolle der Barb Wire, die auch in der Comicvorlage eine grossbrüstige Blondine ist, füllt sie dementsprechend gut aus.
Mit Pam Anderson an Bord hatten die Macher auch schon das beste Verkaufsargument zur Hand und konnten dafür beim Rest sparen.
Angefangen beim Drehbuchautor, der einem mit seinen Dialogen zwar erschaudern lässt, einem aber immer mal wieder auch ein Lachen entlocken kann. Der Grossteil des Films spielt dann in Barb’s Bar und zum Finale wurde für ein paar Tage ein altes Hafengebiet gemietet, paar Explosionen und Kloppereien und fertig war der bunte Spass.

So sollte man Barb Wire als das nehmen was er ist und sein will. Unterhaltsamer Action-Trash mit einer attraktiven Hauptdarstellerin; nichts mehr und nichts weniger.


…ich komm nicht drum rum zu sagen, dass mir am Ende von Barb Wire der Wunsch nach einer Fortsetzung im Kopf rumschwirrte. Pamela Anderson würde wohl sogar heute noch in der Rolle funktionieren; BARB WIIRE …würde ich mir ansehen.
Jetzt hoff ich aber erstmal auf ne schöne Blu-ray Veröffentlichung. Gegen eine hochaufgelöste Barb Wire in 1080p hab ich auch nichts einzuwenden.

Montag, 30. März 2009

Stuck (USA / 2007)

Der arbeitslose Thomas Bardo (Stephen Rea) ist zahlungsunfähig, verliert seine Wohnung und landet auf der Strasse. Ganz anders ergeht es der Altenpflegerin Brandi Boski (Mena Suvari). Ihr wird eine Beförderung an ihrem Arbeitsplatz in Aussicht gestellt, welche am selben Abend mit Freund, Freundin, Alkohol und Drogen in einem Club zelebriert wird. Auf dem Heimweg von der Tanzfläche rammt sie mit ihrem Auto, betrunken und benebelt, den frisch Obdachlosen, der sich wie ein Geschoss durch die Windschutzscheibe pflügt und dort mit dem Oberkörper stecken bleibt. Konsequenzen für ihre aufstrebende Karriere fürchtend, entschliesst sich Brandi, samt dem regungslosen Körper auf der Kühlerhaube, nach Hause zu fahren und ihren Wagen in der Garage zu verstecken. Aber Bardo ist noch nicht tot und entwickelt einen eisernen Überlebenswillen.

Stuart Gordon hat sich bereits mit seinem ersten abendfüllenden Spielfilm Re-Animator einen Platz im Olymp des Horror-Genres gesichert. Seine Arbeiten landen zwar meist geradewegs in den Videotheken, werden dadurch aber nicht minder sehenswert.
Der am Theater geschulte Regisseur konfrontiert den Zuschauer in Stuck mit der Figur der Brandi Boski. Obwohl hilfreich und mitfühlend auf der Arbeit, stellt sie alsbald eigene Interessen über alles andere und weigert sich für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen. Was braucht es, damit eine hilfreiche und aufopfernde Person zum Monster wird? Was ist der Auslöser damit Egoismus in kriminelles Verhalten umschlägt?

Nebst der bissigen Gesellschaftskritik, von der auch das amerikanische Einwanderungs- und Sozialsystem nicht verschont bleibt, muss auch nicht auf einige blutige Kabinettsstückchen der Marke Stuart Gordon verzichtet werden. Gemischt mit dem boshaften Schalk Gordons und einer Prise schwarzen Humors, wird der auf einen wahren Fall beruhende Stuck zum geeigneten Film für einen verregneten Sonntagnachmittag.
…aber nur wenn die Kinder ausser Haus sind.

Freitag, 27. März 2009

Sorcerer (USA / 1977)

1977 wagte sich William Friedkin nach seinen Höhenflügen French Connection und Der Exorzist an ein Remake von Henri-Georges Clouzots Klassiker Lohn der Angst bzw. an eine Neuverfilmung der ebenso berühmten Buchvorlage Le Salaire de la Peur.

Die Storyline dürfte bekannt sein; Ohne Geld in einem lateinamerikanischem Loch von einem Dorf gestrandet, entschliessen sich vier Männer einen Auftrag anzunehmen, der ihnen sowohl den ersehnten Geldsegen bringen, um ihrer auswegslosen Situation zu entkommen, wie auch das Leben kosten könnte: sechs Kisten Nitroglyzerin in zwei Lastwagen durch unwegsames Gelände zu einer 218 Meilen entfernten, in Brand stehenden, Ölquelle zu fahren. Durch unsachgemässe Lagerung des hochexplosiven Stoffes ist das Nitroglyzerin aus den Dynamitstangen in die Kisten ausgelaufen und macht aus der Fahrt über verschlammte und mit Schlaglöchern übersäte Strassen ein Himmelfahrtskommando.



Gegenüber Lohn der Angst weist Sorcerer kleine aber feine Unterschiede auf. Zu Beginn des Films wird die Vorgeschichte der vier Protagonisten aufgezeigt. Jeder hat in seiner Heimat etwas angestellt, das sie um ihr Leben fürchten und somit in unbekanntes Gebiet fernab moderner Zivilisation flüchten lässt. Auch die Gefahren denen sich der Trupp stellen muss, entsprechen nicht der Verfilmung von 1953.

Regisseur Friedkin hat mit seinem Film ein durchwegs gelungenes Remake inszeniert. Die Szene in der die LKWs eine vom Einsturz bedrohte Hängebrücke überqueren müssen, darf wohl zu einem Höhenpunkt des Abenteuerkinos gezählt werden. In der gleichen Bildsprache gefilmt wie schon French Connection, schwört Sorcerer mehr als einmal ein Feeling von Echtheit herauf. Die verwackelten und „schmutzigen“ Bilder passen perfekt zu der an Originalschauplätzen gedrehten Story und nach dem Abspann möchte man sich gleich unter die Dusche stellen.
Der im Februar 2008 verstorbene Roy Scheider befand sich zu dem Zeitpunkt, wie auch Friedkin, auf dem Höhepunkt seiner Karriere und beide erlitten mit diesem Film überraschenderweise Schiffbruch an den Kinokassen. An den Darstellern kann’s kaum gelegen haben; nach French Connection und JAWS lieferte Scheider in Sorcerer eine weitere Spitzenperformance ab. Ihm wie auch den anderen Darstellern nimmt man die physische und psychische Belastung der Reise zu jeder Sekunde ab.

Der Film dürfte nicht allzu bekannt sein und das ist eine Schande. Seinem Bekanntheitsgrad ist wohl auch abkömmlich, dass er nur in ziemlich schlechter Bildqualität auf einer Region1 DVD erhältlich ist. Der extrem fesselnde Abenteuerfilm hätte eine Special-Edition mehr als verdient; ganz zu Schweigen von einer Veröffentlichung auf Blu-ray. Ein Making-Of der Schlammschlacht wie auch ein Audio-Kommentar von Friedkin dürften für den geneigten Zuschauer von grossem Interesse sein. Von der Qualität der DVD abgesehen, bleibt der Film ein Muss für Anhänger des Genres und auch Verehrern von Lohn der Angst dürfte der Film einiges zu bieten haben.

The Hurt Locker (USA / 2008)

Die Männer des Teams zur Explosive Ordinace Disposal (E.O.D.) sind die Spezialisten, welche für die Bombenentschärfung zuständig sind. Kurz vor ihrer Ablösung aus Irak wird ihr Sergeant bei einer Detonation getötet und durch den draufgängerischen Sergeant William James (Jeremy Renner) ersetzt. Der sich der Befehlskette widersetzende und oft auf eigene Faust handelnde Sergeant sorgt für zusätzliche Spannungen im lebensbedrohenden Alltag des Teams.


Wie Krieg für manche Menschen zur Droge werden kann, zeigt The Hurt Locker in einer Abfolge fesselnder, oft atemberaubender und schockierender Sequenzen. Über die einzelnen Charaktere erfährt man nur das Nötigste aber mit der gegebenen Prämisse ist es ein Leichtes die Spannungsschraube immer wieder von neuem anzuziehen. Bomben die jeden Moment hochgehen können, feindliche Scharfschützen und Aufständische die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind; der Feind ist immer präsent. Für die Hauptfigur wird der Adrenalinrausch zum täglichen Fix, dem er sich auch zu Hause nicht mehr entziehen kann.


Regisseurin Kathryn Bigelow (Strange Days) beweist nach längerer Durststrecke wieder ein sicheres Händchen und liefert Spannung, Action und Anspruch in einem Kriegsfilm, der sich erfreulich von anderen Vertretern des Genres abhebt. Sie verzichtet auf tobende Ausbilder und sprücheklopfende Rambos. Hurrah-Geschreie, Fahnenschwingen und Kriegspolemik wird ebenso entsagt. Die Regisseurin konzentriert sich vollends auf das dreiköpfige E.O.D.-Team und ihren gefährlichen Job und inszenierte mit The Hurt Locker solides und schnörkelloses Spannungskino, dessen Schauplatz sich nun einmal in den Strassen von Bagdad befindet.

Midnight Meat Train (USA / 2008)

War nicht so übel, wie ich das befürchtet hatte.

Im Grossen und Ganzen flott und ohne Längen inszenierter Horrorfilm mit Vinnie Jones als Hammer schwingender und U-Bahn fahrender Bösewicht. Viel mehr als ne unheilschwangere Präsenz zu erzeugen und äusserst grimmig dreinzublicken bekommt er sonst nicht zu tun; muss man nicht unglücklich darüber sein, macht er ja auch gut…


Zur finalen Auflösung der Geschichte wird’s etwas wirr. Zwar kommt der Film zum gleichen Schluss wie Clive Barkers Kurzgeschichte, die als Vorlage für den Film diente, liefert ihr gegenüber aber weniger Antworten.
Genrefans werden sich auch an den schlechten CGI-Effekten stören aber einen Blick riskieren ist sicher nicht verkehrt.

Donnerstag, 26. März 2009

Before and after

Wie erfreut das amerikanische Mediensternchen Kim Kardashian über folgenden Fauxpas war, darüber lässt sich nur spekulieren.

Erst wurde für eine Fotostrecke des US-Magazins Complex das unbearbeitete Bild links im www veröffentlicht. Nachdem das Unglück bemerkt wurde, ersetzten es die Leutz geschwind mit der Photoshop-Arbeit zur Rechten. Mittlerweile sind beide Bilder aus dem Netz verschwunden.



Tjo, bestätigt bloss was wir schon immer wussten; Stars und Sternchen sind eben auch nur Menschen.

...und schönere Beine hat meine Freundin auch.

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